Wasseraufbereiter – was dahinter steckt

Wasseraufbereiter – Wer zu Hause aufgrund gesundheitlicher Probleme oder anderen Gründen das Wasser reinigen und filtern muss, der sollte über die Anschaffung eines Wasseraufbereiters nachdenken. Dies gilt aber auch für diejenigen, die in ein fremdes Land reisen oder sich abseits jeglicher Zivilisation bewegen und die Qualität des Wasser schlecht oder gar ungewiss ist.

Sie wollen Wasser entkalken oder Chemikalien, Mikroorganismen oder Schwermetalle filtern? Wasseraufbereiter sind für viele Zwecke einsetzbar.

 

Wasseraufbereiter

Die Aufbereitung durch Wasseraufbereiter

Durch die Wasseraufbereitung wird gezielt der Zustand des Wassers nach den Bedürfnissen geändert. Dabei werden dem Wasser Stoffe entzogen und / oder gleichzeitig Stoffe wie zum Beispiel Mineralien oder Salze hinzugefügt. Auch können Parameter wie der pH-Wert oder der Wert für die Wasserhärte verändert werden.

Durch die Wasseraufbereitung ist es möglich, auch „schlechtes“ Wasser für den menschlichen Gebrauch nutzbar zu machen. Gebrauchtes Wasser kann aber ebenso nach der Nutzung wieder aufbereitet werden. Ein gutes Beispiel sind hierfür die Kläranlagen. Bei diesen Anlagen wird mit Hilfe von diversen Filtern durch mechanische Aufbereitung Wasser wieder nutzbar gemacht. Dies ist übrigens das älteste und am meisten genutzte Verfahren.

In Kläranlagen werden aber auch biologische Verfahren wie die Schlammfaulung eingesetzt. Wasser kann aber auch mit Hilfe chemischer Verfahren wie Tabletten und Pulver aufbereitet werden. Diese Verfahren finden oft beim Camping ihre Anwendung. Neben den erwähnten unterschiedlichen Verfahren gibt es dann auch noch die Aufbereitung durch Osmoseanlagen. Diese funktionieren durch ein Membranenverfahren wie den Umkehrosmose-Filter, der das fließende Wasser im Haushalt filtert. Hierbei ist ein gewisser Wasserdruck zwingend notwendig.

 

Anwendungsgebiete

Die Wasseraufbereitung findet sehr oft ihre Anwendung. Ob beim filtern von Grundwasser, zum enthärten des Leitungswassers, beim Camping oder in der Kläranlage, wo der Mensch bestimmte Anforderungen an das Wasser hat, wird aufbereitet.

Selbst bei sauberen deutschen Trinkwasser kann die Wasseraufbereitung für Menschen die zum Beispiel allergisch auf bestimmte Bestandteile im Leitungswasser reagieren, sehr hilfreich sein. Manchmal muss auch einfach der pH-Wert verändert oder angepasst werden.

 

Hartes und verunreinigtes Wasser in Deutschland?

Grundsätzlich ist das Trinkwasser in Deutschland von sehr guter Qualität. Zwar weist Deutschland im Durchschnitt hartes Wasser auf, was aber keinen großen Einfluss auf die Qualität hat. Hartes Wasser hat aber starken Einfluss auf die Haltbarkeit von Leitungen und elektrischen Geräten. Außerdem ist weiches Wasser für manche Menschen bekömmlicher.

Ein größeres Problem liegt in manchen Ballungszentren vor. Im Trinkwasser einiger Städte wie Dortmund, Essen und anderer wurden Rückstände von Gadolinium (Röntgenkontrastmittel), Antibiotika und Pestizide gefunden.
Aber auch in abgefüllten Trinkwasser (Flaschenwasser) können Schadstoffe vorkommen.

 

Diverse Arten der WasseraufbereitungWasseraufbereiter - Wasserfilter

Da haben wir als erstes den Ionenaustauscher. Er wandelt Calcium- und Magnesium – Ionen im Leitungswasser in Natrium – Ionen um. Dadurch wird hartes Wasser weich. Bekannt auch unter dem Namen Wasserenthärtungsanlagen, Entkalkungsanlagen oder auch einfach nur Enthärtungsanlage.

Mit so einer Anlage können große Mengen enthärtet werden, da diese in der Regel im Bereich des Hauswasseranschlusses installiert wird. Mehr Informationen finden Sie unter Enthärtungsanlage-Test.

Desweiteren besteht die Möglichkeit, das Wasser mit Hilfe von Chemie, also in Form von Tabletten oder Pulver, aufzubereiten. Das funktioniert aber eher im kleinen Rahmen. Diese Form wird oft durch das Militär genutzt. Jeder Soldat bekommt für den Ernstfall dann Wasseraufbereitungstabletten.

Auch gibt es noch für kleinere Mengen diverse Filter. Diese Variante wird gern im Outdoorbereich eingesetzt. Ein weiteres Beispiel ist der bekannte Wasserkannenfilter mit Aktivkohlekartusche. Er kann aber nur kleinere Mengen an Wasser filtern. Dann gibt es noch diverse Reisefilter von unterschiedlichen Herstellern. Diese können meistens an fast allen gängigen Wasserhähnen angeschlossen werden. Sie filtern in der Regel durch einen Keramik- oder Aktivkohlefilter.

Um größere Mengen zu filtern, ist das Verfahren mit der Umkehrosmose sinnvoll. Dies kann gut in Haushalten genutzt werden. Hier wird das Wasser durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. In der Osmosemembran befinden sich mikroskopisch kleine Löcher, die durch einen Laser eingebrannt werden. Nur die kleinen Wasserpartikel schaffen es durch die kleinen Löcher, größere Moleküle (darunter auch Kalk) bleiben an der Membran hängen. Das gilt auch für Pestizide oder Bakterien.

Normalerweise werden solche Anlagen unter der Spüle angebracht.

Die oben beschriebenen Mehtoden der Wasseraufbereitung sind die gängigsten Arten. Es existieren noch andere Ansätze, um Wasser aufzubereiten. Diese vernachlässigen wir aber, da sie im Großen und Ganzen keine Rolle spielen.

 

Der ideale Wasseraufbereiter

Welche individuellen Bedürfnissen gibt es im Haushalt? Welche Stoffe sollen aus dem Wasser gefiltert werden? Soll Trinkwasser oder Wasser zum Duschen gefiltert werden?

Diese Fragen geben eine Antwort auf die richtige Anlage für Zuhause. Ein Wasserkannenfilter sollte nicht länger als zwei Minuten pro Liter gefiltertem Wasser benötigen. Ein Aktivkohlefilter für den Wasserhahn oder für den Duschkopf macht Sinn, falls das Wasser in der Region durch Chemikalien oder Pestizide verunreinigt ist.

Soll das Wasser im gesamten Haus entkalkt werden, so sollte ein Ionenaustauscher angeschafft werden.

 

Der ideale Wasseraufbereiter – gibt es den?

Das lässt sich nicht so pauschal sagen. Jeder Verbraucher hat andere Anforderungen und Bedürfnisse. So stellen sich folgende Fragen:

 

  • Welche individuellen Bedürfnisse haben ich?
  • Was soll der Wasseraufbereiter filtern?
  • Soll Trinkwasser allgemein gefiltert oder enthärtet werden, oder soll Wasser zu Trinkwasser aufbereitet werden?

 

Wenn Sie als erstes diese Fragen für sich beantworten, können sie auf die Suche nach der richtigen Wasseraufbereitungsanlage für sich gehen. So macht zum Beispiel eine Enthärtungsanlage Sinn, wenn es qualitativ einwandfreies Trinkwasser gibt, was einen zu hohen Härtegrad hat. Eine Osmoseanlage macht dann Sinn, wenn das Trinkwasser mit Schadstoffen verunreinigt ist.

 

Wasseraufbereiter - Wasser zum TrinkenTechnische Möglichkeiten und Alternativen

Durch modernste Technik ist es mittlerweile möglich, fast alle Stoffe und auch bestimmte Gase aus dem Wasser zu filtern. Dies findet unter anderem bei der Herstellung von Kühlwasser für Prozessoren ihre Anwendung. Auch ist die Vollentsalzung als auch die Entcarbonisierung von Wasser möglich.

Kläranlagen wandeln mit Hilfe spezieller Techniken verschmutztes Wasser wieder in Trinkwasser um. All das ist durch neueste Technologien möglich.

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Die bekanntesten Hersteller für Wasseraufbereitungsanlagen

Im Bereich der Wasserenthärtung sind hier folgende Firmen fest etabliert: Grünbeck, Filtrasoft, Water2buy, Aquintos und Aqmos.

Im Bereich der Wasserfilter und Osmoseanlagen haben sich Firmen wie Brita, PearlCo, BWT (Best Water Technology), Osmotech, Alvito, Soriace, Carbonit und Sawyer fest im Markt etabliert.

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